Lassen Sie sich entführen in die Erlebniswelt des
Mittelalters, in urige Sandsteingewölbe mit riesigen
gealterten Holztischen bei Fackel- und Kerzenlicht,
in eine stimmungsvolle Atmosphäre, wie man
sie sich kaum vorstellen kann.
Wie in alten Zeiten können Sie hier nur mit einem
Dolch und den zehn Fingern tafeln. Metwein aus
echten Kuhhörnern trinken und in mehreren Gängen
essen. Unsere mittelalterlichen Gastmahle sind
üppig und deftig wie das Mittelalter es selbst war.
Für die stimmungsvolle Umrahmung des Abends sorgen Spielleute, Minnesänger, Schauspieler,
Gaukler, Bauchtänzerinnen, Schlangentänzerinnen,
Herolde oder Zauberer aus ganz Deutschland.
Durch die Vielfalt der kulturellen Möglichkeiten sind
unsere Abende bei jedem Besuch ein neues Erlebnis,
unterhaltsam mit Schauspielern oder zum Tanzen und
Singen mit unseren Spielmannsgruppen.
Am besten, Sie kommen gleich kostümiert und lassen sich dafür
von unseren Knechten oder Mägden ein Getränk auf Kosten
der Wirtschaft ausschenken.
Regularien
Knechte und Mägde des Zarenkellers begrüßen Sie in unserem jahrhundertealten Gemäuern,
wo seit 1466 getafelt wird.
bürgerliche Art im Mittelalter war es Sitte, Damen und Herren als "Mannsbilder" und "Weibsbilder" zu bezeichnen.
Vor dem Essen war es üblich, da nur mit den 10 Fingern und dem Dolch gegessen wurde,
sich säuberlich die Hände zu waschen. Die Mägde hielten Schmierseife,
temperiertes Wasser und Tücher zum trocknen bereit.
trank sich zu und nicht still vor sich hin.
Es galt damals nur der Trinkspruch "Auf die Gesundheit" oder "Gesundheit" der vom Tischnachbar erwidert wurde.
war Sitte, dass die Mannsbilder allein zechten, saßen doch mal Weibsbilder mit am Tisch, so war es eine
Selbstverständlichkeit, dass sie die Mannsbilder bedienten und besorgten!!!
doch einmal die Weibsbilder von den Knechten und Mägden des Zarenkellers die Speise zuerst
in die Hände bekommen, dann nur deshalb, damit sie die schönsten und größten
Stücke für die Mannsbilder heraussuchen sollten.
normal war es, seine Nachbarn zu stoßen und zu bedrängen, aber ihm die saftigsten Stücke
wegzustibitzen und seinen Wein auszusaufen war erlaubt.
Dolch war das Hauptessensinstrument, der als Messer, aber auch als Gabel benutzt wurde. Er konnte ungeniert
zum Munde geführt oder auch als Zahnstocher benutzt werden. Den Dolch zum Brotschneiden zu benutzen, galt
als stillos, denn Brot wurde nur mit beiden Händen gebrochen und mit den Gästen in Freude geteilt.
guter Gast warf nie mit dem Essen oder stach das Messer in die Tischplatte. Wer das tat, suchte Streit.
Gute Tischsitte war es außerdem, einen Essenrest für die Bedürftigen und Armen liegen zulassen.
Brot aber nicht!
Wer vergaß einen Rest auf dem Tisch liegen zulassen, musste die Magd oder den Knecht auf den Hals küssen.
der Dolch nicht zu gebrauchen war, wie beim Suppe essen, nahm man die Schüssel in beide
Hände und schlürfte sie aus. Sollten Sie doch etwas trotz heftigsten Schlürfens nicht
aus der Schüssel bekommen, so holen Sie es doch mit den Fingern heraus.
immer konnte so fröhlich und ausgiebig getafelt werden. Kriege, schlechte Ernten oder hohe Abgaben
strenger Herren brachten oft Hunger und Not. Man schätzte das Mahl als Gabe Gottes und nahm es dankbar auf.
Es galt als höchst unfein, Dolche und Kuhhörner einfach einzustecken. Wer das tut,
bekommt großen Ärger mit den Knechten und Mägden des Zarenkellers!!!